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Im Jahr 2001 sank die Weltölförderung deutlich um fast 5
Prozent auf 3.414 Millionen Tonnen. Dieser Rückgang wurde im wesentlichen durch die OPEC
ausgelöst, deren Ölproduktion um 13 Prozent auf 1.298 Millionen Tonnen fiel. Dadurch
verringerte sich ihr Anteil an der Weltförderung von 41,6 Prozent im Jahr 2000 auf 38 Prozent
im Jahr 2001. Dies geht aus der neuen Studie "Oeldorado 2002" von ExxonMobil hervor, die das
Unternehmen am 18. Juni in Wien vorstellte. An der Förderbegrenzung beteiligten sich gegen
Ende des Jahres auch Länder, die nicht der OPEC angehören. Das Ziel, den Ölpreis
stabil zu halten, erreichte diese Maßnahme nur zum Teil. Der Jahresdurchschnittspreis sank
gegenüber dem Vorjahr um 4 Dollar auf 24,4 Dollar pro Barrel. Er stieg von 25 Dollar pro
Barrel im Januar zunächst bis auf 28,5 Dollar im Mai an, sank aber zum Jahresende auf 18
Dollar.
Trotz dieses Rückgangs der Förderung stieg der
Weltölverbrauch um 0,2 Prozent auf 3.494 Millionen Tonnen. Dieser Mehrverbrauch hatte
seine Ursache in der verbesserten Weltkonjunktur und der weiter fortschreitenden Industrialisierung
in den Schwellenländern.
Sehr erfreulich entwickelten sich die sicher bestätigten
Weltölreserven. Sie wuchsen um 0,4 Prozent auf 140.134 Millionen Tonnen.
Die Raffineriekapazität sank geringfügig auf 4.060 Millionen
Tonnen und liegt damit immer noch um mehr als 500 Millionen Tonnen über dem jährlichen
Verbrauch.
Der weltweite Erdgasverbrauch stieg um 2 Prozent auf 2.509 Milliarden
Kubikmeter, die Reserven wuchsen noch stärker: um 3,2 Prozent auf 154.248 Milliarden
Kubikmeter. Die Zuwachsraten für Gas sind kräftig, Europa und Asien liegen mit 4,2 und 4
Prozent in Führung.
- Erdölreserven - In den letzten Jahrzehnten hat sich die Summe
der sicher bestätigten Ölreserven ständig erhöht, sie liegen heute um zwei
Drittel über den Werten von 1970. Die jährliche Förderung ist im gleichen Zeitraum
um rund die Hälfte gestiegen. Die Reserven liegen jetzt bei 140.134 Millionen Tonnen, ein
Anstieg um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Angaben beziehen sich nur auf die sicher
bestätigten Reserven. Das sind die Reserven, die bereits durch Bohrungen bestätigt, mit
heutiger Technik, zu heutigen Preisen wirtschaftlich förderbar sind. Folge dieser sehr engen
Definition ist, dass nur ein kleiner Teil der tatsächlich vorhandenen Ressourcen zu den
sicheren Reserven gezählt wird. Die fortschreitende Technik und Erfolge bei der Kostensenkung
haben dazu beigetragen, dass sich die Summe der sicheren Reserven trotz der gesteigerten Produktion
ständig erhöht hat.
Die Reserven konnten insbesondere in Afrika, Nord- und Südamerika sowie im
Nahen Osten zulegen. Den größten Zuwachs mit 2,5 Prozent in Afrika verdanken wir dabei
den Tiefwasservorhaben vor der westafrikanischen Küste, insbesondere vor Angola und Nigeria.
Dort konnten bisherige Funde soweit entwickelt werden, dass sie als sichere Reserven anerkannt
worden sind.
- Förderung - Die mehrfachen Kürzungsbeschlüsse der
OPEC, die durch freiwillige Unterstützung von Nicht-OPEC-Ländern verstärkt wurden,
trugen wesentlich zum Rückgang der Weltölförderung um 4,9 Prozent auf 3.413,6
Millionen Tonnen bei. Insgesamt sank die Ölproduktion der OPEC um 13 Prozent auf 1.298
Millionen Tonnen. Im Nahen Osten sank die Ölproduktion sogar um 16 Prozent. Dagegen stieg die
Erdölförderung der GUS-Staaten um 8,8 Prozent auf 429 Millionen Tonnen. Die Talsohle nach
dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist durchschritten, im dritten Jahr in Folge wurden
Förderzuwächse erzielt. Wieweit dieser Aufwärtstrend durchgehalten werden kann, wird
von der Höhe der Investitionen in alte und neue Felder abhängen.
- Raffineriekapazität - Die Raffineriekapazität blieb
praktisch unverändert. Der stürmische Zuwachs in Ostasien, der in den letzten 5 Jahren
die Kapazität um ein Viertel erhöht hatte, ist zunächst gebremst. China weist zwar
immer noch eine Zunahme von 4,2 Prozent auf, in den übrigen Ländern dieser Region sind
nennenswerte Raffinerieneubauten jedoch nicht zu verzeichnen. Der Kapazitätsaufbau von 4
Millionen Tonnen im Nahen Osten ist fast ausschließlich begründet durch den Zuwachs in
den Vereinigten Arabischen Emiraten.
- Ölverbrauch - Weltweit wuchs der Ölverbrauch um 0,2
Prozent auf 3.493,5 Millionen Tonnen. In Europa stieg er um 0,5 Prozent auf 751 Millionen Tonnen.
Der Grund liegt in der stärkeren Konjunktur, die in den einzelnen europäischen
Ländern eine Verbrauchserhöhung entsprechend ihrer Wirtschaftsentwicklung zur Folge
hatte. In Amerika ergaben sich gegenläufige Entwicklungen, in Südamerika ging der
Verbrauch um 2,3 Prozent zurück, wogegen er in Nordamerika um 0,6 Prozent stieg.
- Erdgas - Der Bestand an Erdgasreserven auf der Welt wuchs um knapp
5 Milliarden Kubikmeter auf 154.248. Am stärksten war der Zuwachs mit über 6 Prozent im
Nahen Osten, der mit 55.881 Milliarden Kubikmetern den bisherigen Spitzenreiter GUS knapp
überholt hat. Der OPEC-Anteil am Bestand der weltweiten Erdgasreserven erhöhte sich damit
von 44,4 auf 45,6 Prozent. Der Verbrauchszuwachs bei Erdgas lag mit 0,8 Prozent viermal so hoch wie
der des Erdöls, es wurden 2.464 Milliarden Kubikmeter verbraucht. Dabei stieg der Verbrauch in
allen Regionen mit Ausnahme der GUS. Wien/Zürich, 18. Juni 2002
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Esso
Schweiz GmbH Rudolf Häsler, Public Affairs Telefon: 044 214 44 45 Fax: 044 212
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