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Studie «Oeldorado 2009» der Esso
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Zürich, 14. August 2009

Investitionen in weltweite Vorkommen zahlten sich aus:
Erneuter Anstieg der Öl- und Gasreserven

Zum neunten Mal in Folge stiegen im Jahr 2008 die weltweiten Erdölreserven auf nunmehr 182,2 Milliarden Tonnen, was gegenüber Vorjahr einem Zuwachs von 0,8 Prozent entspricht. In etwa demselben Verhältnis, nämlich 0,9 Prozent, wurden die Fördermengen im Vergleich zu 2007 ebenfalls weiterhin erhöht. Der Verbrauch hingegen sank erstmals seit 1991, während die Raffineriekapazität im Jahr 2008 bedarfsorientiert erneut erweitert wurde.

Diese Entwicklungen bestätigen in einem längerfristigen Vergleich den Trend: Seit 1990 betrug der Zuwachs bei den Ölreserven mehr als das 57-fache der Bedarfssteigerung. Genauso sehen die Tendenzen beim Erdgas aus: Der weltweite Reservenzugang seit 1990 überstieg den Verbrauchszuwachs ebenfalls um mehr als 57 Mal. Allerdings kann dieser Energieträger gegenüber Vorjahr nicht nur eine Erhöhung bei den Reserven und der Förderung vorweisen, sondern auch beim Verbrauch.

Das zeigt die jüngste Studie Oeldorado 2009 von Exxon-Mobil, die Muttergesellschaft der Esso Schweiz GmbH, in der die Entwicklung der Eckdaten von Öl und Gas seit 1990 dargestellt wurde.

Entwicklung Erdöl in Mio t Erdgas in Mrd m3
  2008 2007 1990 2008 2007 1990
Reserven 182.191,0 180.717,0 135.734,0 177.001,0 175.005,0 119.328,0
Förderung 3.942,5 3.906,5 3.164,3 3.044,9 2.975,3 2.051,2
Verbrauch 3.939,3 3.954,0 3.130,2 3.062,0 3.014,4 2.059,2
Raffineriekapazität 4.326,0 4.317,5 3.730,4 -- -- --

Bei den als Reserven ausgewiesenen Mengen fanden ausschliesslich solche Öl- und Gasvorkommen Eingang, die bereits durch Bohrungen bestätigt worden sind und sich mit heutiger Technik zu heutigen Preisen wirtschaftlich fördern lassen. Da diese Kriterien aber nur auf einen Teil der schon bekannten Ressourcen zutreffen, sind die gesamten weltweit bekannten Vorräte um ein Vielfaches höher als sie im Oeldorado 2009 enthalten sind.

Werden die Reservenzuwächse sowohl bei Erdöl als auch bei Erdgas in Zusammenhang gestellt mit den jeweils in Einklang liegenden Förder- und Verbrauchsmengen, zeigt sich weltweit eine entspannte Angebots- und Nachfragesituation. Regional gibt es zwischen diesen Fundamentaldaten jedoch Ungleichgewichte: Förderaktivitäten mussten trotz Reservenzuwächsen gestutzt werden oder wurden verstärkt, obwohl die Vorkommen geschrumpft waren. Auch die Gegenüberstellung von Verbrauch und Verfügbarkeit verdeutlicht, wie wichtig das internationale Zusammenspiel sowie freie Märkte für eine reibungslose weltweite Energieversorgung sind. Politische Auseinandersetzungen, fehlendes Kapital oder mangelndes technisches Know-how führen zu Verwerfungen, bei denen die weltwirtschaftlichen Schwierigkeiten seit dem letzten Jahr eine zusätzliche Katalysatorfunktion übernommen haben.

Die "Top Ten" bei Erdölreserven, -förderung und -verbrauch

Saudi-Arabien blieb im Jahr 2008 unverändert das Land mit den grössten Ölreserven und der höchsten Förderung, während der Verbrauch im weltweiten Vergleich an achter Stelle steht. Dem entsprechen die nachfrageorientierten Raffineriekapazitäten. Etwas anders stellen sich die Verhältnisse in Kanada dar, wo der Verbrauch ebenfalls mit den Verarbeitungskapazitäten harmoniert. Allerdings erreichen die Fördermengen nur den siebten Platz, obwohl es mit seinen Ölsanden über die zweithöchsten Reserven der Welt verfügt. Während der Iran mit den dritthöchsten Reserven den vierten Rang bei den Förderleistungen belegt, werden im Irak Ungleichgewichte erkennbar: Hier finden sich die viertgrössten Reserven der Welt, doch die geförderten Mengen rangieren nicht unter den ersten Zehn. Das allerdings hat Venezuela trotz seiner rückläufigen Förderung gerade noch geschafft, obwohl die ausgewiesenen Reserven infolge von Neubewertungen höher sind als die in den Arabischen Emiraten und dementsprechend einen grösseren Anteil an den geförderten Mengen hätten erwarten lassen. Auch Russland, China und die USA zeigen interessante Konstellationen. Die USA, als der mit Abstand grösste Ölverbraucher, hält folgerichtig die weitaus höchsten Raffineriekapazitäten vor, beides Mal gefolgt von China nebst Hongkong. Und obwohl keine der beiden Regionen über Reserven verfügen, die zu den grössten der Welt gehören, liegen ihre Förderraten auf dem dritten beziehungsweise fünften Platz. Russland hingegen verfügt über die achtgrössten Reserven, weist aber die zweithöchsten Fördermengen auf. Das passt zwar zu den an dritter Stelle liegenden Verarbeitungskapazitäten, doch der russische Bedarf bleibt im Mittelfeld der zehn bedeutenden Verbraucher. Weder beim Reservenreichtum noch bei der Förderung kann sich ein europäisches Land unter den ersten Zehn einreihen. Beim Verbrauch hingegen erscheint Deutschland auf dem sechsten Platz und zeigt eine diesem Bedarf völlig gerecht werdende Raffineriestruktur auf. Bemerkenswert ist auch, dass Italien mit seinen vielen Häfen die siebthöchsten Verarbeitungskapazitäten der Welt vorhält, jedoch weder beim Verbrauch noch bei den Vorkommen eine nennenswerte Bedeutung erlangt.

Die "Top Ten" bei Erdgasreserven, -förderung und -verbrauch

Beim Erdgas sind die regionalen Ungleichgewichte zwischen Reserven, Förderung und Bedarf noch deutlich ausgeprägter als beim Erdöl. Wie bei den Ölreserven gehören auch fünf Länder des Nahen Ostens zu den zehn gasreichsten Regionen der Welt. Mit Abstand verfügt jedoch Russland über die höchsten Vorkommen, wo auch am meisten gefördert wird. Der Ver-brauch in diesem Staat liegt ebenfalls an der Spitze gleich hinter den USA, wo die zweithöchsten Fördermengen erreicht werden. Dank neuer Funde auch an unkonventionellen Vorkommen konnten sich die USA bei den Reserven an fünfter Stelle hinter Saudi-Arabiens Gasreichtum einreihen. Obwohl weder Kanada noch Norwegen, die Niederlande, Grossbritannien oder China über Gasreserven verfügen, die zu den zehn grössten der Welt gehören, liegen sie bei der Förderung an der Spitze. Davon gehören jedoch nur Kanada und Grossbritannien auch zu den grössten Verbrauchern, unter denen hingegen Japan, Deutschland, Italien und die Ukraine zu finden sind.

Angesichts dieser regionalen Strukturen sowie der rasanten technischen Entwicklungen, mit denen sich immer neue Vorkommen finden und wirtschaftlich fördern lassen, bleibt in Zukunft die Überwindung der geopolitischen Hürden eine schwierige Herausforderung für die sichere Energieversorgung.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Bertrand Cornaz
Public Affairs Esso Schweiz GmbH
Telefon: +41 44 214 4445
Telefax: +41 44 212 1752
Email: bertrand.cornaz@exxonmobil.com
www.esso.ch


 


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